Galerie Mario Mazzoli, Berlin Address Mail

Agostino Di Scipio (Neapel,1962)

Agostino Di Scipio lebt und arbeitet in seinem Studio in L’Aquila (eine mittelalterlichen Stadt in den Bergen der italienischen Halbinsel). Sein Werk umfasst Kompositionen für Instrumentalisten, elektronische Stücke und Klang-installationen. In einigen dieser Arbeiten erforscht er unkonventionelle Methoden der Klangsynthese und –verarbeitung, wobei er sich besonders auf Phänomene wie Rauschen, Turbulenz und Klangentstehung konzentriert. Andere Arbeiten erzeugen dynamische Netzwerke aus klang-lichen Live-Interaktionen zwischen Aufführenden, Maschinen und Umgebungen (z.B. sein Projekt Hörbare Ökosysteme). Beispiele seiner Arbeiten finden sich auf zwei CDs in Einzelauflage -Hörbare Ökosysteme. Live-elektronische Kom-positionen (RZ Edition) und Paysages Historiques (Chrisopee Electronique) – sowie auf diversen CD- un DVD-Anthologien, die das Werk internationaler Künstler vorstellen. Größer angelegte Arbeiten umfassen: Sound & Fury (für zwei Schau-spieler, zwei Perkussionisten, Elektronik und Dia-Projektion), erstmalig aufgeführt in Evora (Portugal, 2000) und später in Venedig (2002); Teresia, komponiert in Zusammenarbeit mit dem Dichter Giuliano Mesa, erstmalig aufgeführt in L’Aquila (2001), später in Rom (2003) und Berlin (2005). Ein größeres neues Projekt ist derzeit in Vorbereitung – Risorse Umane (Human Resources), eine Auftragsarbeit der Società dei Concerti L’Aquila, die Premiere ist für September 2009 geplant.

Agostino Di Scipio war DAAD-Stipendiat in Berlin (2004-2005), Gastkomponist an der Simon Fraser University (Vancouver, 1993), an der Sibelius Academy (Helsinki, 1995), am ZKM (Karlsruhe, 2006-07), und am IMEB (Bourges, 2003 und 2005). Er ist Professor für Elektronische Musik am Konservatorium in Neapel, in den letzten Jahren lehre er als Gastprofessor an der University of Illinois Urbana-Champaign, an der Johannes-Gutenberg Universität Mainz, an der Technischen Universität Berlin (Edgar-Varèse-Professur im Wintersemester 2007-08) und am Centre Creation Musicale Iannes Xenakis (2001-07) in Paris. Er schrieb mehrere Essays und Artikel im Bereich Analyse und kritische Theorie von Musiktechnologie. Als Herausgeber veröffentlichte er unter anderem die italienische Übersetzung von „Genesi e forma“ von G. M. Koenig (Semar, 1995), „Heidegger, Hölderlin und John Cage“ von M. Eldred (Semar, 2000) und „Universi del suono“ von I. Xenakis (LIM/Ricordi, 2003). 2004 war er Gastredakteur des „Journal of New Music Research“ für einen Band über die Elektronische Musik von Xenakis.

Di Scipio's Arbeiten wurden in zahlreichen Spielstätten und Festivals aufgeführt, darunter Wienersalle Salzburg, KonzertHaus Berlin, Podewil/Tesla Berlin, Dissonanzen Neapel, MUHKA Antwerpen, Warschauer Herbst, Inventionen (Berlin), Synthése (Bourges), SMC (Lausanne), The Int’l Computer Music Conference (Banff, Berlin, Thessaloniki, etc.), League of Composers (New York), Transit Festival (Leuven), Int'l Society of Electronic Arts (Montreal), MusikTriennale (Köln), Archipel (Geneva), MLAC (Rom), Foro Internacional de Música Nueva (Mexiko City).

 
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Agostino Di Scipio
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Stanze Private ( detail) . 2008, size variable, speakers, earphones, miniature microphones, condenser microphone, glass vessels, wooden boxes, black cloth, duration variable.© Photo by Douglas Henderson.

 
 
 
 
 
 
 

Stanze Private. 2008, size variable, speakers, earphones, miniature microphones, condenser microphone, glass vessels, wooden boxes, black cloth, duration variable © Photo by Douglas Henderson.

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Sketch for layout of Stanze Private. From Stanze Private’s score and set up manual. 2008, digital print on A4 paper.
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Feedback network diagram for Stanze Private. From Stanze Private’s score and set up manual. 2008, digital print on A4 paper.
 
 
 
 
 
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Study for Stanze Private. 2008, pencil on A4 millimeter paper.
 
 
 
 
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Study for Stanze Private. 2008, pencil on A4 millimeter paper.

 

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